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Endlich ist es soweit. Das erste Derby zwischen Apensen und Harsefeld findet auf dem Grandplatz in Apensen statt. Auf der Facebook Seite von Harsefeld kann man lesen, dass die Mannschaft heiß wie Fritten Fett ist und es neben 3 Punkten auch um eine Menge Prestige geht.
Harsefeld kommt als klarer Favorit nach Apensen. Mit 10 Punkten aus den letzten 4 Spielen und ohne Gegentor in der laufenden Saison zählen für Harsefeld nur 3 klare Punkte. Apensen möchte den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen und will mit Kampf und Leidenschaft gegenhalten.
Das Spiel beginnt um 19:30 vor ausverkauftem Haus. Beide Seiten haben ihre Fans mobilisieren können.
In den ersten Minuten spielen beide Mannschaften mit leicht angezogener Handbremse. Apensen lässt die Harsefelder bis zur Mittellinie gewähren greift dann aber mit hoher Intensität an. Harsefeld versucht seine spielerische Qualität aufs Feld zu bringen, findet aber gegen den körperlich robust spielenden Gegner keine Mittel.
Die Erste Torannäherung gelingt dann Apensen nach ca. 10 Minuten. Eine Ecke wird per Kopf aus dem Strafraum befördert, wo Sebastian Kraczko den Ball aus ca. 20 Metern volley nimmt, aber deutlich zu hoch ansetzt. Auf der anderen Seite passiert in der Anfangsphase auch nicht viel Zwingendes. Die Harsefelder Tormaschinerie will nicht wirklich in die Gänge kommen. Bis auf einen Schlenzer vom linken Strafraumeck, der knapp am rechten Pfosten vorbeigeht und einem Fernschuss den Frederik grandios pariert, gibt es nichts Berichtens wertes. Ein Schockmoment ist die Verletzung des Apensener Keepers. Bei einem Zusammenstoß mit dem eigenen Spieler verletzt sich Frederic an der linken Hand, kann aber gehandicapt weiterspielen.
Frederic, wir wünschen dir viel Glück bei deiner OP und hoffen das du bald wieder unseren Kasten sauber halten kannst. Auch ein Dank an die Harsefelder Erste-Hilfe-Abteilung, die uns bei der Erstversorgung mit Tape unterstützt hat.
So ist es am Ende ein fragwürdiger Elfmeter, der für die erste hundertprozentige des Spiels sorgt. Sebastian Ahlers legt sich den Ball zurecht und schießt platziert, flach in die rechte Ecke. Doch Frederik hat dies geahnt, macht sich lang, lenkt den Schuss an den Pfosten und kann diesen im Nachgreifen sichern.
Nun ist Apensen on Fire.
Ab diesem Zeitpunkt läuft jeder Apensener nochmal ein paar Meter mehr und jeder Zweikampf wird noch härter geführt. Auf der anderen Seite kommt langsam etwas Unzufriedenheit hoch. Es wird mehr diskutiert und man merkt langsam, dass das hier kein Selbstläufer wird.
Kurzum, wir sehen ein echtes Derby.
Das 1:0 für Apensen fällt dann im Anschluss eines Standards in der 28. Minute. Ein Freistoß an der rechten Strafraumgrenze wird abgewehrt und landet wieder bei Sven Meyer. Dieser spielt zurück ins Mittelfeld auf Christian Eydam. An der Strafraumgrenze bekommt Sebastian Kraczko, mit dem Rücken zum Tor stehend, an den Ball. Er hebt den Ball kurz an und spielt ihn hoch an den 5-Meterraum, wo Jan Born völlig freistehend das Tor macht.
Im Weitern Verlauf der 1 Halbzeit macht Harsefeld zwar Druck und hat auch sicherlich mehr vom Spiel, schafft es aber nicht zwingende Chancen herauszuspielen. Es häufen sich die Fouls auf beiden Seiten, was immer wieder zu Spielunterbrechungen führt. Dies kommt naturgemäß dem Apensener Spiel zu Gute, da es das Tempo rausnimmt und den Hausherren immer wieder Zeit zum Verschnaufen lässt.
Die zweite Hälfte beginnt mit einer Torchance für Apensen. Harsefeld will schnellstmöglich den Ausgleich, wird aber klassisch ausgekontert. Jurie Beitsch wird auf der rechten Seite geschickt und spielt den Ball flach an die Strafraumgrenze. Dort steht Björn Böttcher völlig frei und könnte sich eigentlich alle Zeit der Welt lassen. Er schließt jedoch direkt ab und bekommt keinen wirklichen Druck hinter den Ball. Eine weitere Möglichkeit auf 2:0 zu stellen hat Jurie Beitsch nach einer Flanke von der rechten Seite. Hier kommt Jurie aus wenigen Metern Entfernung zum Kopfball, köpft jedoch seine eigene Schulter an, so dass der Ball die Torlinie entlang kullert und die Situation schließlich entschärft wird.
Auf der anderen Seite gelingt es den Gästen nicht einen Spielfluss aufzubauen. Bis 10 Meter vor dem Strafraum sieht es recht gut aus, aber dann hört es auch schon auf. Flache Bälle werden von der Abwehr abgefangen, hohe hereingaben fischt Frederic mit gewohnter Sicherheit herunter. Die Apensener Taktik den Spielfluss mit vielen kleinen Nickligkeiten im Mittelfeld immer wieder zu unterbrechen geht voll auf. Der Trainer hat seine Mannschaft perfekt eingestellt. Eine Ausnahme in der 40. Minute, wo Dammann im zentral im 16er bedient wird, den Ball aber rechts am Tor vorbeizieht.
So ist es am Ende eine Einzelaktion, die zum Ausgleich führt. David Gehrke, der im Sommer für die Rekordsumme von 2 Flaschen Astra von Apensen nach Harsefeld gewechselt ist, zimmert den Ball aus ca. 16 Meter ins Tor. Ein Schuss der ihm in den letzten Jahren in Apensen nie gelungen ist.
In der Schlussphase wird dann noch Jan Born mit Gelb-Rot vom Feld gestellt. Dies war zwar erst sein zweites oder drittes Foul, jedoch waren es jedes Mal taktische Fouls und somit ist der Platzverweis vertretbar. Nun heißt es die letzten 10 Minuten in unterzahl zu bestehen. Nach dem Platzverweis erhöht Harsefeld nochmal den Druck, jedoch ohne zu klaren Chancen zu kommen. Apensen verteidigt weiter mit alle Mann und nutzt jede Chance um das Spiel zu unterbrechen und Zeit von der Uhr zu nehmen. Hierbei werden sie freundlicherweise vom Schiri unterstützt. Die letzte Chance hat dann sogar noch ein Apensener. Hauke kommt aus 20 Metern frei zum Abschluss. Ein satter Schuss der nur knapp am linken Pfosten vorbeischrammt.
Zusammenfassend kann man sagen dass Apensen hier einen völlig verdienten Punkt geholt hat. Es war kein schönes Spiel, jedoch voller Kampf und Emotionen. Ein Derby das von Apensen ein Stück mehr angenommen wurde und somit steht am Ende eine gerechte Punkteteilung. (S.K.)
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